Islamische kunstAm Sonntag, dem 21. Oktober 2007 eröffnet das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg seine Abteilungen Islam, Japan und Antike. Die Islam-Abteilung wurde anlässlich einer Sanierung komplett neu gestaltet und die Anordnung der Schauobjekte neu konzipiert

Die Ausstellung umfasst mit ca. 140 Objekten die Kunst der islamischen Völker vom 9. bis zum 18. Jahrhundert. Geografische Schwerpunkte sind Persien und das Osmanische Reich. Die Ausstellung besteht aus mehreren Kunsthandwerken – Gefäßkeramik, Holz und Beinschnitzereien, Gläser, Textilien – und Raritäten aus der Buchkunst mit Kalligraphien, Miniaturen und Ledereinbänden.

Zu den bedeutendsten Objekten der Sammlung gehören der reich illuminierte Gedichtband des osmanischen Sultans Süleyman des Prächtigen von 1554 und ein persischer Ledereinband aus dem 16. Jahrhundert. Der wertvolle Bestand der Buchkunst des osmanischen Sultans Süleyman ist eines von drei heute noch erhaltenen Exemplaren. Zu den Raritäten der Ausstellung zählt auch ein osmanisches Fliesenfeld des späten 16. Jahrhunderts aus der höfischen Produktion von Iznik.

Zur Eröffnung der neuen Islam-Abteilung lädt das Museum im November zu einem Monat zur Kunst und Kultur des Islams mit einem umfangreichen Programm von Vorträgen und Sonderveranstaltungen, mit Musik, Lesungen und arabischem Tanz und einem Ausflug in die Teppichlager der Speicherstadt ein. (sa)

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